IS setzt im Kampf um Mossul verstärkt simple Drohnen ein

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) setzt im Kampf um ihre nordirakische Hochburg Mossul nach Angaben der US-Armee verstärkt kleine Drohnen ein.

Die einfachen Drohnen (Quadrocopter) würden mit „kleiner Munition“ bestückt gegen die vorrückenden Soldaten eingesetzt, sagte Oberst Brett Sylvia, der im Irak eine Einheit von US-Militärberatern kommandiert, gestern in Washington. In der Vergangenheit hätten die IS-Kämpfer Drohnen vor allem zu Aufklärungszwecken eingesetzt.

Obwohl die an den Drohnen befestigte Munition nicht größer sei als eine „kleine Granate“, könnten die IS-Kämpfer damit „wahllos“ irakische Soldaten töten, sagte Brett. Die von den USA unterstützten Truppen hätten zuletzt aber viele der Fluggeräte abschießen können.

Die Offensive auf Mossul, die Mitte Oktober begann, wird von der US-geführten Anti-IS-Koalition durch Luftangriffe unterstützt. Zudem trainieren und beraten die US-Streitkräfte das irakische Militär. Derzeit sind rund 5.000 US-Militärvertreter im Irak.