Südossetien: Tiflis und Moskau im Clinch wegen Referendum

Ein von der separatistischen Führung Südossetiens anberaumtes Referendum sorgt derzeit für Streit zwischen Georgien und Russland. Südossetien ist von Georgien abtrünnig, Russland hat die Region als eigenen Staat anerkannt und dort Truppen stationiert.

Vor wenigen Tage setzte „Präsident“ Leonid Tibilow für den 9. April eine Volksabstimmung zur Umbenennung Südossetiens an. Südossetien soll dann offiziell „Republik Südossetien - Staat Alanien“ heißen - in offensichtlicher Bezugnahme auf die russische Teilrepublik „Nordossetien - Alanien“.

Tiflis sieht „Provokation“ Moskaus

„Die Russische Föderation setzt leider weiterhin Schritte in Richtung einer verstärkten Isolation und Annexion der besetzten Gebiete Georgiens“, beklagte der georgische Ministerpräsident Giorgi Kwirikaschwili nun.

Das anberaumte Referendum lege die wahren Absichten der Besatzer offen, sich georgisches Territorium einzuverleiben. Gemäß Völkerrecht sei es „ungesetzlich und inakzeptabel“, eine Volksabstimmung in einem Gebiet abzuhalten, aus dem Zehntausende vertrieben wurden und wo die Besatzungsmacht die Kontrolle habe.

Kwirikaschwili rief die internationale Gemeinschaft auf, Georgien gegen die „Provokationen“ Russlands zu unterstützen. Auch der georgische Staatspräsident Giorgi Margwelaschwili wandte sich an die internationale Gemeinschaft. Zudem rief er Russland auf, Schritte zu setzen, die Besatzung zu beenden.