VW will angeblich 2.000 Leiharbeiter übernehmen

In den Streit über die Zukunft der Leiharbeiter bei Volkswagen kommt einem Zeitungsbericht zufolge Bewegung. Es gebe eine Zusage von VW, etwa 2.000 Leiharbeiter einzustellen, berichtete das „Handelsblatt“ heute vor einem Treffen von Betriebsrat und Management ohne Angaben von Quellen. Möglicherweise könne das Unternehmen noch zu weiteren Zugeständnissen bereit sein.

Der Autobauer wollte sich nicht dazu äußern. Ein Sprecher verwies lediglich auf ein Schreiben von VW-Markenchef Herbert Diess an die Mitarbeiter aus der vergangenen Woche. Darin bedauert das Unternehmen, dass es nicht wie gewohnt Leiharbeiter in großer Zahl an Bord nehmen könne.

„Wenig Spielraum“

Die wirtschaftliche Lage lasse dazu im Moment wenig Spielraum, heißt es in dem Schreiben. Die Übernahme von Leiharbeitern in größerem Maße würde nochmals den Abbaudruck auf die Stammbelegschaft erhöhen. Darüber hinaus kümmere sich Volkswagen in Hunderten von Einzelfällen um Lösungen für Leiharbeiter.

Volkswagen hatte sich nach monatelangen Verhandlungen erst im November mit dem Betriebsrat auf einen tiefgreifenden Umbau der renditeschwachen Hauptmarke VW geeinigt. An den deutschen VW-Standorten sollen 23.000 Arbeitsplätze und damit rund ein Fünftel der Stellen wegfallen, vor allem über Fluktuation und Altersteilzeit. Im Gegenzug sollen 9.000 neue Jobs etwa in der Softwareentwicklung und der IT entstehen. Es hakt jedoch bei der Umsetzung an einer Reihe von Punkten.