Kampagne gegen Gewalt an Frauen am Valentinstag

„Superheld*innen gegen Gewalt“ stehen im Mittelpunkt der Kampagne One Billion Rising Austria (OBRA), bei der auch heuer am 14. Februar mit Tanz und Musik ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt wird. „Gewalt an Frauen ist ein Verbrechen, kein Kavaliersdelikt“, so Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, anlässlich einer Pressekonferenz heute in Wien.

Jede fünfte Frau ab dem 15. Lebensjahr in Österreich ist von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen, jede Dritte wird sexuell belästigt. „Gewalt an Frauen ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen. Frauen und Mädchen brauchen Instrumente, um mit dieser Gewalt umzugehen“, sagte Ewa Dziedzic, Bundesrätin der Grünen und im OBRA-Vorstand.

Keine einheitliche Definition

Eines dieser Instrumente ist ein Auftritt mit Tanz und Musik, so Aiko Kazuko Kurosaki, die künstlerische Leiterin von OBRA. Immer noch gebe es viele Länder, wo Tanzen den Frauen streng untersagt sei. „Zum Glück ist das in Österreich nicht der Fall.“ Lunacek forderte u. a. einen Beitritt der EU zur Istanbul-Konvention (Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt). Auch müsse es in jedem Land gleiche rechtliche Definitionen von Gewalt geben.

Die internationale Kampagne One Billion Rising setzt sich für ein Ende jeglicher Form von Gewalt an Frauen und Mädchen ein. Initiiert wurde die jährlich am Valentinstag stattfindende Aktion im Jahr 2012 von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler.