Deutschland warnt USA vor Alleingängen

Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die neue US-Regierung mit ungewohnt deutlichen Worten vor außenpolitischen Alleingängen gewarnt. Die Lastenverteilung unter NATO-Partnern sei mehr als eine Frage des Geldes. Die Lasten gemeinsam zu tragen, heiße jederzeit füreinander einzustehen, wenn ein Partner in Not sei, sagte von der Leyen bei der Eröffnung der Münchner Sicherheitskonferenz.

„Dies schließt den Alleingang aus.“ Man dürfe weder vorpreschen noch sich wegducken. Die Außenpolitik der US-Regierung von Präsident Donald Trump steht im Mittelpunkt der Sicherheitskonferenz. US-Verteidigungsminister James Mattis hatte den NATO-Partnern am Mittwoch gedroht, das US-Engagement zurückzufahren, sollten sie nicht mehr für ihre Verteidigung ausgeben.

In München relativierte Mattis seine Drohung allerdings wieder. „Die transatlantische Verbindung ist stark“, so Mattis, der gleichzeitig betonte, dass die transatlantische Einheit auch die Einheit Europas stärke. Mattis zufolge könne „im Bereich Sicherheit“ kein Land allein dastehen: „Sicherheit ist immer dann am besten, wenn sie im Team verfolgt wird.“