Offensive gegen Extremisten nach Anschlag in Pakistan

Als Reaktion auf den blutigen Anschlag auf einen Schrein in Pakistan sind nach Behördenangaben mehr als hundert Extremisten getötet worden. Die Sicherheitskräfte hätten „mehr als hundert Terroristen“ getötet, teilte die Armee heute mit. Weitere seien festgenommen worden. Pakistans Regierungschef Nawaz Sharif erklärte, Aufständischen würden „mit aller Kraft des Staates“ bekämpft.

Nach pakistanischen Armeeangaben laufen im ganzen Land mehrere Einsätze. Bereits in der Nacht zum Freitag hatte es nach Angaben eines Regierungsvertreters Razzien in mehreren Städten gegeben. Regierungschef Sharif und Generalstabschef Qamar Javed Bajwa besuchten am Freitag die Stadt Sehwan in der südlichen Provinz Sindh, wo der Anschlag verübt worden war.

Ein Militärsprecher gab an, dass die - lange und durchlässige - Grenze zu Afghanistan „geschlossen“ worden sei, da die Behörden dort Extremisten vermuteten. Die afghanische Regierung sei aufgefordert worden zu handeln und Dutzende Verdächtige, die in Afghanistan vermutet werden, auszuliefern. Ein Selbstmordattentäter hatte sich am Vortag in dem jahrhundertealten Sufi-Schrein inmitten Hunderter Gläubiger in die Luft gesprengt. Dabei wurden jüngsten Angaben aus Krankenhäusern zufolge mindestens 88 Menschen getötet. Rund 250 Menschen wurden verletzt.