Mindestens sieben Tote bei Erdrutsch in Peru

Mindestens sieben Menschen sind durch einen Erdrutsch in Peru ums Leben gekommen. Die Opfer befanden sich in mehreren Fahrzeugen, die auf einer Landstraße in Rayampampa, im nördlichen Departement La Libertad, auf die Räumung von Geröll warteten, wie der Rundfunksender RPP gestern berichtete. Weitere zehn Menschen seien verletzt worden.

Chaos in Lima

Auch in der Hauptstadt Lima führte heftiger Regen zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Tausende Menschen waren wegen überfluteter Straßen von der Außenwelt abgeschnitten. Die wichtigste Autobahn, die ins Landesinnere führt, war wegen Schlammlawinen teilweise unpassierbar.

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Der Rimac-Fluss überflutete Teile der Hauptstadt Lima. Mehrere hundert Einwohner konnten wegen des Hochwassers ihre zerstörten Wohnungen nicht verlassen.

Peru besonders hart von „El Nino“ getroffen

Hinter den Unwettern steht das Wetterphänomen „El Nino“. Dabei sammeln sich warme Wassermassen im zentralen und östlichen Pazifik, die Folge sind weltweite Wetterextreme. Peru traf es in diesem Jahr besonders hart. Nach Angaben der Behörden kamen seit Anfang Jänner mindestens 65 Menschen durch Unwetter ums Leben.

„Es ist ohne Zweifel eine schwierige Situation“, sagte Perus Präsident Pedro Pablo Kuczynski angesichts der seit Wochen anhaltenden Regenfälle. Peru habe aber die nötigen Mittel, um der Lage Herr zu werden. Die Regierung kündigte an, umgerechnet etwa 720 Millionen Euro Hilfsgelder zum Wiederaufbau bereitzustellen.