Irakischer Premier al-Abadi zu Besuch im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump hat gestern im Weißen Haus den irakischen Regierungschef Haidar al-Abadi empfangen. Beide stimmten darin überein, dass der Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ein zentrales Ziel sein müsse. Trump bekräftigte zudem seine Kritik am amerikanischen Truppenrückzug aus dem Irak: „Wir hätten sicherlich nie gehen sollen, niemals.“

Derzeit sind noch knapp 4.600 US-Soldaten im Irak. Nach einer Schätzung der „Washington Post“ sind es einschließlich Militärberatern etwa 6.000.

Krieg für USA seit 2011 offiziell beendet

2003 hatten die USA ohne UNO-Mandat einen umstrittenen Krieg gegen den Irak begonnen, der 2004 endete. Im Jänner 2007 gab US-Präsident George W. Bush zu, die Sicherheitslage im Land falsch eingeschätzt zu haben. Er kündigte eine Aufstockung der US-Truppen an. 2008, als noch 146.000 US-Soldaten im Irak waren, einigten sich beide Länder auf einen Abzug der US-Truppen bis Ende 2011.

Im Oktober 2011 erklärte US-Präsident Barack Obama den Irak-Krieg offiziell für beendet. Die letzten US-Kampftruppen gingen im Dezember. Das entstandene Machtvakuum im Irak gilt als einer der wesentlichen Gründe für das Erstarken des IS.