Polanski will zurück in USA: Verhandlung in Kalifornien

Ein fast 40 Jahre altes Missbrauchsverfahren gegen Regisseur Roman Polanski ist in Kalifornien wieder vor Gericht. Gestern führte Polanskis Anwalt Harland Braun vor Richter Scott Gordon in Los Angeles aus, dass sein Mandant den langjährigen Fall hinter sich bringen wolle, auch um wieder in die USA reisen zu können.

Braun sagte, dass Polanski schon 1978 eine Strafe in den USA verbüßt und 2009 und 2010 zudem weitere Monate unter Hausarrest in der Schweiz verbracht habe. Braun drängt auf eine Garantie, dass Polanski im Falle seiner Rückkehr in die USA keine weitere Haftstrafe absitzen müsse.

Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen, dass ein „reicher Prominenter“ wie Polanski keine Sonderbehandlung verdiene. Der Regisseur müsse persönlich vor Gericht erscheinen, sodass dort das Strafmaß gegen ihn verkündet werden könne, sagte die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Michele Hanisee. Wie Gerichtssprecherin Mary Hearn dpa mitteilte, hat der Richter nun 90 Tage Zeit, um seine Entscheidung bekanntzugeben.