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Soll Wachstum in Region stärken

Der israelische Verkehrsminister Jisrael Katz plant eine Eisenbahnlinie von Israel nach Jordanien, um so auch Saudi-Arabien und den Öl-Emiraten am Persischen Golf einen einfachen, sicheren und billigen Zugang zum Mittelmeer zu ermöglichen.

Der am Donnerstag vorgestellte Plan soll das Wirtschaftswachstum fördern und die Beziehungen zwischen Israel und den arabischen Ländern der Region stärken. Das Projekt wurde „Rails for Regional Peace“ genannt. Katz sagte, dass die arabischen Nationen die Blaupausen ernst nehmen: „Ich bin optimistisch über unsere Fähigkeit, das Projekt zu fördern.“

Unter Berufung auf die potenziellen Vorteile seines Plans erklärte der Minister, dass er dazu beitragen würde, Jordanien zu einem kulturellen Zentrum zu machen. Er würde auch den Palästinensern erlauben, nicht nur auf den Hafen von Haifa zuzugreifen, sondern auch auf arabische Länder.

„Basis für politische Bemühungen“

Die Initiative werde den wirtschaftlichen Wohlstand fördern als „Basis für künftige politische Bemühungen“. Zum Beispiel ist der Seeweg vom Hafen von Dammam, Saudi-Arabiens Haupthafen, zum Mittelmeer durch den Persischen Golf 6.000 Kilometer lang. Auf dem Schienenweg sind es nur 600 Kilometer.

Die Idee, Israel und Jordanien mit einer Eisenbahnlinie von der Hafenstadt Haifa nach Irbid in Jordanien zu verbinden, wurde auch schon 1994 während der Verhandlungen zu den Osloer Verträgen auf die Tagesordnung gesetzt. Deutschland hatte damals noch jährlich 140 Millionen D-Mark „Entwicklungshilfe“ an Israel überwiesen, ursprünglich vom damaligen deutschen Kanzler Konrad Adenauer an den israelischen Ministerpräsident David Ben Gurion nach Abschluss der „Wiedergutmachungszahlungen“ in den 1950er Jahren versprochen.

Schon vor Jahrzehnten diskutiert

Doch als Israel Mitglied der OECD geworden ist, verlor es seine Einstufung als „Entwicklungsland“. Aus formaljuristischen Gründen wollten die Deutschen diese Zahlungen nicht weiter leisten.

Der israelische Vorschlag, diese Gelder nicht ersatzlos zu streichen, sondern für „friedensfördernde Projekte“ weiterhin zu zahlen, wurde damals von den Deutschen verworfen. Diskutiert wurde damals der Bau von Eisenbahnlinien in die palästinensischen Autonomiegebiete und nach Jordanien. Mit der deutschen Weigerung, diese Ideen zu finanzieren, wurden sie auf Eis gelegt.

Teil von osmanischem Streckennetz

In der Zwischenzeit hat Israel mit eigenen Mitteln die alte Eisenbahnlinie im Jezreeltal zwischen Haifa und Bethschean erneuert. Es handelt sich um Schienen, die ab 1914 von den Osmanen für die legendäre Hejaz-Bahn von Damaskus und bis nach Medina im heutigen Saudi-Arabien gelegt wurden. Als die Grenzen zwischen Israel, Palästina und den umliegenden arabischen Ländern geschlossen wurden, verrotteten die Schienenwege nach Beirut, Damaskus und Alexandrien in Ägypten.

Beth Schean im Jordantal liegt nahe der Grenze zu Jordanien, sodass keine große Investition mehr notwendig wäre, um Israels Schienennetz mit den bestehenden Eisenbahnlinien in der arabischen Welt bis zum Persischen Golf zu verbinden.

Transit bisher nur per Lkw

Jordanien nutzt schon die Möglichkeit, seine Produkte über den Hafen von Haifa nach Europa zu exportieren und Waren aus Europa zu importieren. Doch dieser Warenverkehr wird bisher ausschließlich per Lastwagen auf bestehenden Straßen quer durch den Norden Israels abgewickelt.

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