Aids-Forscher Wainberg ertrunken

Der als „Gigant“ im Kampf gegen Aids bezeichnete Wissenschaftler Mark Wainberg ist tot. Der Kanadier starb im Alter von 71 Jahren, wie UNAIDS, die UNO-Organisation zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit, mitteilte.

Den international renommierten Forscher, einer der Pioniere beim Kampf gegen das HI-Virus, ereilte ein tragischer Tod. Wie Radio Canada berichtete, ertrank er beim Schwimmen vor der Küste von Bal Harbour im US-Bundesstaat Florida.

AIDS-Forscher Mark Wainberg

APA/AP/Sturat Nimmo

Trauer bei Kollegen und Aktivisten

UNAIDS-Chef Michel Sidibe erklärte, Wainbergs Arbeit habe dazu beigetragen, „Millionen Menschenleben zu retten“. Linda-Gail Bekker, Präsidentin der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS), die Wainberg von 1998 bis 2000 leitete, sagte, die Forschergemeinde habe „einen unserer leidenschaftlichsten Kämpfer“ verloren.

Wainberg war als informeller Berater von UNAIDS tätig. Zum Zeitpunkt seines Todes leitete er die Aids-Forschungsabteilung am Lady-Davis-Institut für medizinische Forschung am Jüdischen Generalkrankenhaus in Montreal sowie das Aids-Zentrum an der McGill-Universität, ebenfalls in Montreal.

Häufig beklagte er sich, dass es beim Kampf gegen Aids nicht gelungen sei, die großen Pharma-Gesellschaften einzubeziehen. Regierungen und Hilfsorganisationen müssten Wege finden, die Forschung finanziell lukrativer zu gestalten.