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Zahlreiche Länder mit deutlichem Nein

In Österreich lebende türkische Staatsbürger haben bei dem Referendum über die Verfassungsreform in ihrer Heimat seht deutlich mit Ja gestimmt. Am meisten Zustimmung erhielt Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in Belgien, am wenigsten in der Schweiz.

Nach Auszählung aller Stimmen in Österreich stimmten laut der amtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi 73,23 Prozent - 38.215 Personen - für die Einführung des Präsidialsystems, 26,77 Prozent - oder 13.972 - dagegen.

Während in der Türkei am Sonntag abgestimmt wurde, hatten in Österreich die Türken an diplomatischen Vertretungen in Wien, Salzburg und Bregenz zwischen 27. März und 9. April Gelegenheit zur Stimmabgabe. In der Türkei stimmten laut Anadolu 51,4 Prozent der Wähler mit Ja, 48,6 mit Nein.

75 Prozent Zustimmung in Belgien

In Deutschland sprachen sich 63,1 Prozent der dort stimmberechtigten türkischen Staatsbürger für Erdogans Pläne aus, in den Niederlanden waren es sogar 71 Prozent. Die höchste Zustimmung erhielten sie mit 75,1 Prozent in Belgien. In der Schweiz blieb das Ja-Lager dagegen mit 38 Prozent klar in der Minderheit. Auch in Italien, Spanien, Großbritannien, Schweden und Dänemark überwog das Nein.

Besonders mit Deutschland und den Niederlanden hatte der Streit über Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsmitglieder für schwere Verwerfungen mit Ankara geführt. Erdogan hatte beiden Ländern „Nazi-Methoden“ vorgeworfen.

Nach den Zahlen von Anadolu stimmten im Ausland 59,2 Prozent der Stimmberechtigten mit Ja. Insgesamt waren im Ausland rund 2,9 Millionen Wahlberechtigte registriert, rund die Hälfte davon in Deutschland. Auslandstürken machten etwa fünf Prozent aller Wahlberechtigten aus.

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