Schwere Ausschreitungen bei Protesten in Venezuela

Bei einer Massendemonstration gegen eine drohende Diktatur in Venezuela ist es in der Hauptstadt Caracas zu schweren Ausschreitungen gekommen. Ein Demonstrant wurde heute von einem Schuss in den Kopf getroffen und starb im Krankenhaus, wie das Portal El Nacional berichtete. Die Opposition machte Milizen der Sozialisten dafür verantwortlich.

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Dutzende Menschen wurden bei neuerlichen Protesten in Venezuela verletzt.

Die Polizei setzte Tränengas ein, um Demonstranten auseinanderzutreiben. Seit Anfang April kamen bei Protesten sieben Menschen ums Leben.

Straßen zur Hauptstadt gesperrt

Die Opposition fordert Neuwahlen und macht Präsident Nicolas Maduro für die schwere politische und ökonomische Krise des Landes mit den größten Ölreserven verantwortlich. Viele Zufahrtsstraßen nach Caracas und U-Bahn-Stationen waren geschlossen, um eine Anreise zu der Oppositionsdemonstration zu erschweren. Bei einer Gegendemonstration marschierten Zehntausende Anhänger der Sozialisten.

Maduro, Nachfolger des 2013 verstorbenen Hugo Chavez, ist exakt vier Jahre im Amt. Die Opposition nannte den Marsch die „Mutter aller Demonstrationen“. Wegen der Krise und der zunehmenden Gewalt hatten zuletzt Tausende Menschen das Land verlassen und flüchteten vor allem in das Nachbarland Brasilien.