Krankenkassen weisen Rabmer-Kollers Kritik zurück

Die Krankenkassen lassen Kritik der Hauptverbandsvorsitzenden Ulrike Rabmer-Koller nicht auf sich sitzen. Die Vorsitzende des Hauptverbands der Sozialversicherungen hatte ihren Rücktritt mit mangelndem Reformwillen im Gesundheitswesen begründet.

Bei ihrem Treffen in St. Pölten hielt die die Arbeitsgemeinschaft Krankenversicherung (ARGE KV) fest, dass der Grund für ihren Schritt „keinesfalls in der Arbeitsweise und Reformbereitschaft“ der Sozialversicherung, ihrer Träger sowie des Hauptverbands zu suchen sei.

SV als „Ideenlieferant und Reformmotor“

Der ARGE-Vorsitzende und Obmann der NÖGKK, Gerhard Hutter, sagte, man respektiere Rabmer-Kollers Entscheidung. Die Begründung, die die Arbeit und Reformbereitschaft der Gesundheitspolitik ins schlechte Licht rücke, wies er allerdings in einer Aussendung „auf das Schärfste zurück“.

Im Gegenteil habe sich die Sozialversicherung in den vergangenen Jahren als „der innovativste Treiber, Ideenlieferant und Reformmotor“ im Gesundheitssystem etabliert. Als Beispiele führte er etwa ELGA, die E-Medikation und die telefonische Gesundheitsberatung sowie die Kinder-Reha an.

OÖGKK-Obmann sieht richtigen Weg eingeschlagen

OÖGKK-Obmann Albert Maringer sagte, dass einfache betriebswirtschaftliche Konzepte etwa aus Kleinbetrieben im Gesundheitswesen fehl am Platz seien. Daher sei die Effizienzstudie der London School of Economics zu den Sozialversicherungen auch der richtige Weg.