USA liefern Emiraten Patriot-Raketen

Kurz vor der Reise von US-Präsident Donald Trump in die Golf-Region hat die US-Regierung eine Waffenlieferung im Wert von zwei Milliarden Dollar an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) genehmigt.

Das US-Außenministerium habe dem Verkauf von 160 Patriot-Flugabwehrraketen zugestimmt, teilte das US-Amt für Sicherheitszusammenarbeit (DSCA) am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit.

Stärkung für „wichtigen Verbündeten“

Die Raketen sollen von den US-Unternehmen Lockheed-Martin und Raytheon geliefert werden. Trump reist kommenden Donnerstag für vier Tage nach Saudi-Arabien, wo nach Medienberichten auch ein Gipfeltreffen mit arabischen Staatsoberhäuptern geplant ist.

Das Geschäft diene der nationalen Sicherheit der USA, weil es einen „wichtigen Verbündeten“ stärke, „der eine Kraft für politische Stabilität und wirtschaftlichen Fortschritt im Nahen Osten war und ist“, heißt es in der Mitteilung. Es schließe auch technische und logistische Hilfeleistung durch Hersteller und US-Regierung ein.

Kein Nutzen im Anti-Terror-Kampf

Die VAE und die USA kooperieren eng im Kampf gegen die Terrormilizen Islamischer Staat (IS) und Al-Kaida. Die zur Abwehr von taktischen ballistischen Raketen, Bombern und Marschflugkörpern entwickelten Patriot-Raketen haben in diesem Kampf allerdings keinen Nutzen.

Sie richten sich eher gegen eine Bedrohung der sunnitischen Monarchie durch den schiitischen Nachbarstaat Iran. Die Emirate waren zwischen 2012 und 2016 größter Empfänger von US-Waffenexporten nach Saudi-Arabien, dem Führungsland der Sunnitenmonarchien am Persischen Golf.