Luxusbumerang von Chanel „demütigt Indigene“

Chanel hat mit der Vorkollektion des heurigen Jahres auch etliche Accessoires herausgebracht. Darunter ist auch ein Bumerang aus Holz und Kunstharz, verziert mit dem Logo des Modekonzerns. Zu haben ist der Bumerang um umgerechnet rund 1.300 Euro.

In den Sozialen Medien fand das Freizeitutensil große Resonanz, allerdings anders, als es sich Chanel wohl vorgestellt hat. Nachdem der US-amerikanische Make-up-Artist Jeffree Star ein Bild davon auf den Plattformen Twitter, Snapchat und Instagram postete, gingen die Reaktionen durch die Decke. Mehr als 2.000 Kommentare wurden innerhalb der ersten drei Stunden auf Twitter dazu gepostet, rechnete der britische „Guardian“ vor. Star schrieb dazu: „Ich habe so viel Spaß mit meinem neuen Chanel-Bumerang“ - ohne Hashtags, was den Regeln der US-Handelskommission zufolge bedeutet, dass das Posting nicht als Werbung geschaltet war und Star kein Geld damit verdiente.

„Fühle mich beleidigt“

Einige der User, darunter australische Indigene, empörten sich über den Bumerang. Einer schrieb, er demütige eine ganze Kultur. „Ich stamme aus Australien und fühle mich dadurch beleidigt, dass ein Konzern aus etwas einen Witz macht, das als Waffe fürs Überleben eingesetzt wurde.“

Nathan Sentance vom Australischen Museum in Sydney kritisierte das „Klischeeobjekt“ als Vereinfachung der indigenen Kultur. „Es ist nicht besser als gefälschte, unauthentische Aborigines-Kunst aus Thailand - außer, dass es viel teurer ist“. Chanel ließ in einer Stellungnahme gegenüber dem „Guardian“ wissen, dass die Firma alle Kulturen respektiere und bedauere, dass sich manche dadurch beleidigt fühlten.