Venezuela: Behörden entziehen Oppositionsführer Reisepass

Der venezolanische Oppositionsführer Henrique Capriles ist eigenen Angaben zufolge an einer Reise in die USA gehindert worden. Beamte hätten ihn gestern auf dem Flughafen Maiquetia nahe Caracas gestoppt und seinen Reisepass für ungültig erklärt, teilte der Gouverneur des Bundesstaates Miranda auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Auf einem Video war zu sehen, wie er von Polizisten abgeführt wurde.

Auf dem Weg zum Menschenrechtskommissariat der UNO

Capriles wollte in New York dem Menschenrechtskommissariat der Vereinten Nationen (UNO) über die jüngsten Gewalttaten bei Protesten gegen die Regierung in Venezuela berichten. In den vergangenen Wochen kamen bei den Demonstrationen 45 Menschen ums Leben.

Capriles ist einer der einflussreichsten Gegner der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolas Maduro. Zuletzt war ihm das passive Wahlrecht entzogen worden. Für 15 Jahre darf er sich nun nicht um öffentliche Ämter bewerben. Capriles galt als aussichtsreicher Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2018.