Times-Square-Fahrer des Mordes beschuldigt

Der Autofahrer, der gestern auf dem New Yorker Times Square mit hohem Tempo über den Gehweg gerast ist und dabei eine Frau getötet und 22 weitere Menschen verletzt hat, wird wegen Mordes beschuldigt.

Dazu würden ihm mehrfacher versuchter Mord sowie in einigen Fällen ein versuchtes schweres Tötungsdelikt mit einem Fahrzeug vorgeworfen, berichtete der US-Nachrichtensender CNN heute unter Berufung auf die Polizei.

Im Blut des 26-jährigen Richard Rojas, eines Ex-Soldaten der US-Marine aus dem Stadtteil Bronx, wurde die auch als Angel Dust bekannte Droge PCP festgestellt. Der Mann habe psychische Probleme und Polizisten gesagt, dass er erwartet habe, von ihnen erschossen zu werden.

Feuerwehr und Polizei am Times Square

APA/AP/Mark Lennihan

Rojas hatte gestern gegen Mittag (Ortszeit) mit seinem Pkw auf einer Kreuzung gewendet und war dann mit hohem Tempo über den Gehweg gefahren. Erst nach etwa drei Straßenblocks rammte er einen Poller, an dem sein Wagen hängen blieb und kurzzeitig auch Feuer fing. Rojas wurde nach vergeblicher Flucht unmittelbar festgenommen.

Vier Verletzte noch immer in Lebensgefahr

Vier der 22 Verletzten sind noch in Lebensgefahr, wie Feuerwehrchef Daniel Nigro sagte. Ihre Überlebenschancen seien aber gut. Bei der getöteten Frau handelt es sich um eine 18-Jährige, deren 13 Jahre alte Schwester ebenfalls von dem Auto getroffen wurde und mit Verletzungen ins Krankenhaus kam.

Den Behörden zufolge war Rojas 2008 und 2015 wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet worden. Zudem wurde er diesen Monat verhaftet, weil er vor einem Besucher in seiner Wohnung in der Bronx ein Küchenmesser zückte.

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Das Auto blieb auf Pollern einer Verkehrsinsel hängen. Der Täter wurde nach kurzer Flucht festgenommen.

Während seiner Stationierung auf einem Militärstützpunkt in Jacksonville in Florida von 2011 bis 2014 wurde er festgenommen, weil er mutmaßlich einen Taxifahrer angegriffen hatte.