Großer Andrang bei Wahl im Iran

Bei der Präsidentschaftswahl im Iran ist die Öffnungszeit der Wahllokale wegen des großen Andrangs zweimal um jeweils zwei Stunden verlängert worden. Die Menschen könnten nun bis 19.30 Uhr ihre Stimme abgeben, berichtete das staatliche Fernsehen heute unter Berufung auf das Innenministerium.

Noch immer stünden viele Menschen an, um ihren neuen Präsidenten zu wählen. Die Wahllokale sollten ursprünglich um 15.30 Uhr (MESZ) schließen.

Wähler sehen Schicksalsentscheidung

Bereits in der Früh hatten sich lange Schlangen vor den Wahllokalen gebildet. Bis zum frühen Nachmittag hätten 20 Millionen der 56 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, meldete die Nachrichtenagentur Fars.

Wahlen im Iran

APA/AFP/Haidar Hamdani

Viele Wähler sehen in der Abstimmung eine Schicksalsentscheidung für das Land. Es geht um die Fortsetzung der von Amtsinhaber Hassan Rouhani verfolgten Reformpolitik, die den Iranern mehr Freiheiten und eine Erholung der Wirtschaft bringen soll.

Rouhanis schärfster Konkurrent ist der erzkonservative Ebrahim Raisi, ein enger Vertrauter des obersten geistlichen und politischen Führers Ajatollah Ali Chamenei. Dieser hatte die Bürger dazu aufgerufen, in großer Zahl und frühzeitig zur Wahl zu gehen. „Das Schicksal des Landes wird vom Volke bestimmt“, sagte er.

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