Doku der Gegensätze über Kambodscha

Der junge Filmemacher Davide Grotta wurde im Rahmen des „This Human World“-Filmfestivals mit dem Publikumspreis für seine Doku „Hidden Photos“ ausgezeichnet. Nun läuft der Film regulär an - wenn auch nur im Wiener Top Kino.

Grotta war selbst ursprünglich Fotograf, und sein Blick auf Kambodscha ist ein fotografischer - denn er lässt zwei Fotografen ihr Land zeigen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine, Kim Hak, ist talentiert, jung und auf der Suche nach einer neuen Abbildung seines Landes abseits der ikonografischen Klischees, also neben Angkor Wat und den Verbrechen der Roten Khmer.

„Darktourism“ vs. Hoffnung auf die Zukunft

Der andere, Nhem En, war der Fotograf des Khmer-Regimes und ist Autor von über 14.000 Passfotos der dem sicheren Tod geweihten Gefangenen. Er plant, mit seinem Unternehmen in das neue Geschäft des „Darktourism“ einzusteigen.

Grotta geht den Fragen nach: Welche Darstellung der eigenen Geschichte und des eigenen Landes sollte gezeigt werden? Vor allem aber, was sollte damit gemacht werden? Ein ungewöhnlicher Ansatz, der aber schlüssig erscheint, sobald man den Film sieht.