Dutzende Tote bei Attacke auf libyschen Stützpunkt

Bei dem Angriff regierungstreuer Kämpfer in Libyen auf einen Stützpunkt gegnerischer Einheiten sind nach Angaben aus Armeekreisen mindestens 141 Menschen getötet worden. Bei den meisten Opfern handle es sich um Soldaten, die dem abtrünnigen General Chalifa Haftar angehörten, teilte ein Sprecher der Haftar-treuen Truppen gestern Abend mit.

Weitere Opfer des Angriffs, der sich in der Nacht auf Freitag ereignete, seien Zivilisten, die auf dem Stützpunkt arbeiteten oder sich in der Nähe aufhielten, überdies habe es standrechtliche Hinrichtungen gegeben.

UNO verurteilt Angriff scharf

Der UNO-Sondergesandte für Libyen, Martin Kobler, kritisierte den blutigen Angriff scharf. Er sei entsetzt über die Berichte, wonach es eine große Anzahl von Opfern, darunter auch Zivilisten, gegeben habe, erklärte Kobler am Freitag. Er erwähnte zudem Berichte über mögliche Massenhinrichtungen. Kobler deutete an, dass, sollten sich die Berichte bewahrheiten, es zu einer Anklage wegen Kriegsverbrechens vor dem Internationalen Strafgericht kommen könnte.