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Strecke mehrere hundert Kilometer lang

Mehr als hundert Jahre nach dem Bau einer Eisenbahn in Kenia hat das ostafrikanische Land nun eine neue Bahn. Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta eröffnete Ende Mai eine neue, von China mitfinanzierte und erbaute Strecke, die die Hafenstadt Mombasa mit der Hauptstadt Nairobi verbindet.

„Heute ist ein historischer Tag“, schrieb Kenyatta im Kurznachrichtendienst Twitter. „Wir sind eine Nation, die stolz ist auf ihre Leistung und ihren Fokus auf Transformation.“ Die neue Strecke soll Teil eines Bahnnetzes werden, das auch die Nachbarländer Uganda, Ruanda und Südsudan mit Mombasa, einem der größten Häfen Ostafrikas, verbinden soll.

Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta bei der Eisenbahneröffnung

AP/Khalil Senosi

Peking gab Milliardenkredit

Die 472 Kilometer lange Strecke von Mombasa nach Nairobi kostete rund 3,8 Mrd. US-Dollar (3,4 Mrd. Euro) und wurde zu 90 Prozent mit einem chinesischen Kredit finanziert, wie die kenianische Bahngesellschaft KRC mitteilte. Eine weitere Strecke, die Nairobi mit der ugandischen Grenze verbinden soll, werde derzeit gebaut.

Die alte Bahn wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der britischen Kolonialmacht in Kenia erbaut. Die Zugsreise von Mombasa nach Nairobi, die bisher rund zehn bis zwölf Stunden dauerte, wird nun der KRC zufolge viereinhalb Stunden dauern. Ein einfaches Bahnticket soll zunächst 900 Kenia-Schilling (rund 7,80 Euro) kosten.

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