SPÖ und ÖVP bei Primärversorgung einig

Nicht nur in der Bildungsreform gibt es einen Durchbruch: SPÖ und ÖVP sind sich auch bei den medizinischen Primärversorgungseinheiten einig und bringen heute einen gemeinsamen Initiativantrag ein. Der Nationalratsbeschluss ist für kommende Woche vorgesehen.

Das „Gesundheitsreformumsetzungsgesetz 2017 - GRUG“ bildet die gesetzliche Grundlage für die lange versprochenen und von der Ärztekammer ebenso lang bekämpften Primärversorgungszentren. Diese sollen künftig Erstanlaufstellen in der Gesundheitsversorgung sein und damit die Spitäler entlasten, die Hausärzte aber nicht ersetzen.

Ärzte und Vertreter anderer Gesundheitsberufe sollen dort zusammenarbeiten, entweder in Gruppenpraxen bzw. Ambulatorien oder als Netzwerke.

Bis 2021 soll es österreichweit zumindest 75 Primärversorgungseinrichtungen geben. Damit sie starten können, soll das Gesetz gleich mit der Kundmachung nach dem Beschluss im Parlament in Kraft treten.