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Hauptstädte immer öfter Terrorziel

Madrid, London, Paris, Brüssel, Berlin, Manchester. Europäische Metropolen rücken immer stärker ins Fadenkreuz von Terroristen. Ein Rückblick auf die schwersten Anschläge der vergangenen Jahre:

Madrid, März 2004: Bei islamistisch motivierten Bombenanschlägen auf Pendlerzüge sterben in der spanischen Hauptstadt 191 Menschen, rund 1.500 werden verletzt.

London, Juli 2005: Vier muslimische Briten zünden in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen sterben, etwa 700 werden verletzt.

Brüssel, Mai 2014: Im Jüdischen Museum erschießt ein französischer Islamist vier Menschen. Kurz darauf wird er festgenommen. Als selbst ernannter „Gotteskrieger“ hatte er zuvor in Syrien gekämpft.

Paris, Jänner 2015: Bei einem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und einen koscheren Supermarkt sterben 17 Menschen. Die beiden Täter kommen später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Kaida.

Kopenhagen, Februar 2015: Ein arabischstämmiger 22-Jähriger feuert auf ein Kulturcafe, ein Mann stirbt. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor ihn Polizeikugeln tödlich treffen.

Paris, November 2015: Bei einer koordinierten Anschlagsserie am Stade de France, mehreren Restaurants und dem Musikclub Bataclan töten IS-Anhänger 130 Menschen, Hunderte werden verletzt.

Istanbul, Jänner 2016: Ein Selbstmordattentäter des IS zündet im historischen Zentrum mitten in einer deutschen Reisegruppe eine Bombe und reißt zwölf Deutsche mit in den Tod.

Brüssel, März 2016: Mit mehreren Bomben töten islamistische Attentäter am Flughafen der belgischen Hauptstadt und in einer Metrostation 32 Menschen.

Blumen auf einer Promendade in Nizza

APA/AFP/Valery Hache

Menschen gedenken der Opfer des Anschlags in Nizza

Nizza, Juli 2016: Ein Attentäter rast mit einem Lastwagen auf dem Strandboulevard in eine Menschenmenge. Mindestens 86 Menschen sterben. Der IS ist nach Angaben seines Verlautbarungsorgans Amak für den Anschlag verantwortlich.

Berlin, Dezember 2016: Kurz vor Weihnachten wird die Hauptstadt zum Ziel eines Terroranschlags. Zwölf Menschen kommen um, als ein IS-Anhänger einen gekaperten Lkw in einen Weihnachtsmarkt steuert. Wenige Tage später wird der 24 Jahre alte Tunesier bei einer Polizeikontrolle nahe Mailand erschossen.

Istanbul, 31. Dezember 2016: Kurz vor Mitternacht verübt ein Mann einen Anschlag auf die Diskothek „Reina“ im Istanbuler Stadtteil Ortaköy. Er schießt in dem Lokal wahllos um sich, 39 Menschen sterben, 69 werden verletzt. Später wird ein Usbeke, eingereist über Syrien, festgenommen und gesteht die Tat.

Paris, Februar/März 2017: Auf dem Flughafen Orly versucht ein Mann, einer patrouillierenden Soldatin das Gewehr zu entreißen, und wird erschossen. Erst Anfang Februar war nahe dem Louvre-Museum ein Ägypter niedergeschossen worden, der sich mit Macheten auf eine Militärpatrouille gestürzt hatte.

London, 22. März 2017: Ein Attentäter steuert ein Auto absichtlich in Fußgänger auf der Westminster-Brücke im Zentrum Londons und ersticht anschließend einen Polizisten. Von den Opfern auf der Brücke sterben vier an ihren Verletzungen. Sicherheitskräfte erschießen den Täter.

Rettungskräfte auf der Westminster Bridge

APA/AFP/Niklas Hallen

Der Tatort auf der Westminster Bridge

Stockholm, 7. April 2017: Ein gekaperter Lastwagen rast in einer Einkaufsstraße erst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus. Fünf Menschen werden getötet, 15 verletzt. Noch am selben Tag nimmt die Polizei einen 39-jährigen Usbeken unter Terrorverdacht fest.

Paris, 20. April 2017: Auf dem Pariser Boulevard Champs-Elysees schießt ein Islamist mit einem Sturmgewehr in einen Polizeiwagen. Ein Beamter wird getötet, zwei weitere Polizisten und eine deutsche Passantin werden verletzt. Die Polizei erschießt den Angreifer, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert die Attacke für sich.

Manchester, 22. Mai 2017: Bei einem Bombenanschlag auf ein Popkonzert in Manchester werden 22 Menschen getötet. Es gibt knapp 60 Verletzte, darunter viele Kinder und Jugendliche. Ein Mann bringt am Ende eines Popkonzerts von Teenie-Star Ariana Grande eine selbstgebaute Bombe zur Explosion.

London, 3. Juni 2017: Drei Männer rasen mit einem Kleinlaster in Fußgänger auf der London Bridge in der britischen Hauptstadt. Anschließend greifen sie Passanten im Viertel um den Borough Market mit Messern an. Acht Menschen werden getötet. Die Polizei erschießt die Angreifer.

London, 19. Juni 2017: Ein Mann fährt mit einem Lieferwagen in eine Gruppe von Muslimen, die eben aus einer Moschee kommen. Ein Mensch wird getötet, mehrere werden verletzt. Die Hintergründe sind noch unklar, die Polizei geht aber zunächst von einem Terroranschlag aus.

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