Aufruf zu EU-Einigkeit zu Start der „Brexit“-Gespräche

Die Verhandlungen über den britischen EU-Austritt haben heute in Brüssel offiziell begonnen. Der erste Termin startete verhalten freundlich. „Es gibt mehr, das uns eint, als uns trennt“, sagte der britische „Brexit“-Verhandler David Davis beim Eintreffen im Kommissionsgebäude. EU-Chefverhandler Michel Barnier sagte, er hoffe auf die Ausarbeitung eines Zeitplans und eine Prioritätensetzung. Barnier sagte, das Ziel sei klar, es müssten die Unsicherheiten durch den „Brexit“ vor allem für die Bürger geklärt werden. Außerdem gehe es um die Grenze in Irland und Nordirland. Und er hoffe auf einen konstruktiven Start der Verhandlungen.

Kein britisches Angebot für EU-Bürger

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel rief die 27 anderen EU-Staaten zur Geschlossenheit auf. „Ich möchte, dass wir zu einem guten Abkommen kommen“, so Merkel. „Wir 27 werden unsere Interessen sehr klar und hoffentlich auch gemeinsam formulieren.“

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani forderte die erworbenen Rechte von europäischen Bürgern in Großbritannien und britischen Bürgern in der EU ein. Allerdings gab es dazu in der ersten Runde nach Angaben von Teilnehmern noch keinen neuen Vorschlag. Das angekündigte „großzügige Angebot“ sei bisher ausgeblieben, meldete die Deutsche Presse-Agentur.