24 Todesopfer nach Waldbrand in Portugal identifiziert

Die Behörden in Portugal haben 24 der 62 Todesopfer des verheerenden Waldbrandes vom Wochenende im Zentrum des Landes identifiziert. Bisher sei kein Ausländer unter den Toten, teilte Innenministerin Constanca Urbano de Sousa heute in Avelar in der Unglücksregion mit.

Die Zahl der Verletzten stieg deutlich an. Man habe inzwischen 135 Verletzte registriert, darunter 121 Zivilisten, 13 Feuerwehrmänner und einen Militärangehörigen, teilte die Koordinierungsstelle für den Rettungsdienst (INEM) mit. Bisher war von 62 Verletzten die Rede gewesen. „Der Zustand von sieben Verletzten ist ernst“, sagte INEM-Präsident Luis Meira.

Starker Wind, große Hitze

Ein Sprecher des Zivilschutzes teilte vor Journalisten in Pedrogao Grande mit, man komme bei der Bekämpfung der an vier Fronten sich ausbreitenden Flammen „gut voran“. Die Löscharbeiten werden aber weiter von den ungünstigen Witterungsbedingungen mit starken Winden und großer Hitze von bis zu 38 Grad behindert.

Das Feuer war am Samstag im bergigen und waldreichen Bezirk Pedrogao Grande 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon ausgebrochen. Die Flammen hinterließen auch in den Bezirken Figueiro dos Vinhos und Castanheira de Pera eine Spur der Zerstörung. Hunderte Tiere starben, Dutzende Häuser brannten nieder.