Zahl der behinderten Beschäftigten beim Bund steigt

Die Zahl der im Bundesdienst beschäftigten Menschen mit Behinderung ist in den letzten zehn Jahren um 5,12 Prozent gestiegen. Zum Stichtag 1. April haben 4.394 Personen mit Behinderung beim Bund gearbeitet - um 214 mehr als 2007. Das geht aus einem Bericht hervor, den Beamtenstaatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) heute dem Ministerrat vorlegt.

Bei Menschen mit einem Grad der Behinderung von zumindest 70 Prozent ist die Beschäftigung in den letzten zehn Jahren allerdings um 5,85 Prozent auf 1.352 Personen gesunken. „Hier gilt es natürlich anzusetzen und dieser Tendenz entschieden entgegenzutreten“, so Duzdar. Der Grund dafür sei in erster Linie in den Pensionierungen zu finden. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass gegenüber dem Vorjahr bei dieser Personengruppe aber schon wieder ein Anstieg der Beschäftigung um 1,2 Prozent verzeichnet worden sei.

Ebenfalls gestiegen ist der Frauenanteil in Leitungsfunktionen im Bundesdienst. Mit Beginn dieses Jahres waren 35,2 Prozent der höchsten besoldungsrechtlichen Einstufungen an Frauen vergeben. Damit stieg der Frauenanteil in Führungspositionen im Zeitraum von 2006 bis 2016 um 7,5 Prozentpunkte.

Das geht aus dem Gender-Controlling-Bericht hervor, der heute im Ministerrat präsentiert wurde. Insgesamt liegt der Frauenteil im Bundesdienst bei 41,9 Prozent. Im Zehnjahresvergleich stieg der Anteil von Frauen im Bundesdienst um 3,2 Prozentpunkte.