Mehrere Tote bei Hochhausbrand auf Hawaii

Bei einem Hochhausbrand in Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Wie örtliche Medien gestern (Ortszeit) unter Berufung auf die Feuerwehr berichteten, wurden zudem mehrere Menschen verletzt.

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Die Rettungskräfte fürchteten, dass manche Bewohner noch in dem Gebäude eingeschlossen sind.

Mehr als 100 Feuerwehrleute kämpften nach Behördenangaben gegen die Flammen. Die Toten seien im 26. Stock des Gebäudes gefunden worden, sagte Feuerwehrchef Manuel Neves auf einer Pressekonferenz. Auf dieser Etage sei das Feuer ausgebrochen und habe dann mehrere Stockwerke erfasst.

Das Gebäude sei schließlich evakuiert worden. Man könne aber nicht ganz sicher sein, ob alle Bewohner das Hochhaus verlassen hätten. US-Medien hatten unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, dass einige Menschen möglicherweise von den Flammen in ihren Wohnungen eingeschlossen wurden.

Schwierige Löscharbeiten

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie auf beiden Seiten des Gebäudes Flammen und schwarzer Rauch aus Wohnungen drangen. Zerborstene Fensterscheiben und Mauerwerk stürzten zu Boden.

„Wir mussten unsere Feuerwehrleute etwa zwei- oder dreimal in Sicherheit bringen“, sagte Neves dem Sender KHNL. „Es ist sehr schwierig.“ In dem Gebäude seien keine Sprinkleranlagen installiert gewesen - mit diesen hätte das Feuer nicht mehr als eine Wohnung erfasst, so der Feuerwehrchef.

Der betroffene Marco-Polo-Wohnkomplex mit 586 Wohnungen auf 36 Stockwerken wurde 1971 gebaut, wie die Zeitung „Star Advertiser“ berichtete. In London waren Mitte Juni bei einem verheerenden Hochhausbrand im Grenfell Tower mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Das Flammeninferno entfachte eine Debatte über Brandschutzvorkehrungen an Wohngebäuden.