Fields-Medaillen-Trägerin Maryam Mirzakhani ist tot

Die als erste Frau mit der Fields-Medaille ausgezeichnete iranische Mathematikerin Maryam Mirzakhani ist laut BBC und der iranischen Nachrichtenagentur Mehr gestern im Alter von 40 Jahren gestorben. Die 1977 in Teheran geborene Mirzakhani starb den Angaben zufolge an den Folgen einer Krebserkrankung, gegen die sie seit Jahren kämpfte.

Mirzakhani, die in Teheran eine Schule für besonders talentierte Mädchen besucht hatte, hatte schon als Teenager Goldmedaillen bei internationalen Mathematik-Olympiaden gewonnen. 2014 folgte dann für „herausragende Beiträge zur Geometrie und Dynamik Riemannscher Flächen und ihrer Modulräume“ die vielfach als Nobelpreis der Mathematik bezeichnete Fields-Medaille.

Iranische Mathematikerin Maryam Mirzakhani

APA/AFP

„Genie, Tochter, Mutter und Ehefrau“

Die Geometrieexpertin machte zuvor ihren Doktor an der US-Eliteuniversität Harvard. Seit 2008 war sie Professorin in Stanford, wo sie mit ihrem Mann und ihrer dreijährigen Tochter lebte. Mirzakhani wurde in Medienberichten immer wieder als Mathematikgenie bezeichnet.

Auch der iranisch-amerikanische Wissenschaftler Firouz Naderi bezeichnete Mirzakhani in einem auf Twitter veröffentlichten Kondolenzschreiben nun als Genie, sie sei „aber auch Tochter, Mutter und Ehefrau“ gewesen.