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Vater des Zombiefilms

Der US-Horrorfilm-Regisseur George A. Romero ist tot. Romero sei am Sonntag im Alter von 77 Jahren gestorben, teilte sein Manager Chris Roe mit. Der Filmemacher sei „nach einem kurzen, aber aggressiven Kampf gegen Lungenkrebs friedlich eingeschlafen“.

Romero gilt als Begründer des Zombiefilms. 1968 erschien sein Klassiker „Die Nacht der lebenden Toten“. Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film hatte ein Budget von knapp über 114.000 Dollar und spielte weltweit mehr als 30 Millionen Dollar ein. In dem Horrorstreifen geht es um eine Gruppe von Personen, die versuchen, einen Angriff von wieder zum Leben erweckter Leichen zu überleben.

„Vermächtnis mit Bestand“

Der Streifen gilt als Kultfilm, es folgten fünf Fortsetzungen. Zu den ebenfalls bekannten Werken Romeros zählen „Knightriders“ von 1981 und „Creepshow“ von 1982, bei dem Stephen King das Drehbuch schrieb. Der Schauspieler Kumail Nanjiani schrieb auf der Kurznachrichtenplattform Twitter, Romero sei eine wahre Legende. „Er hat ganz allein ein Genre begründet. Wer sonst kann das von sich behaupten?“, so Nanjiani.

Romero hinterlasse seine „Familie, viele Freunde und ein Regievermächtnis, das Bestand hat und weiterbestehen wird“, sagte Roe. Seine Frau und seine Tochter seien an Romeros Seite gewesen, als er starb.

Monster als „Nachbarn und Freunde“

King schrieb auf Twitter, er sei „traurig“, vom Tod seines „guten alten Freundes“ gehört zu haben. „George, es wird niemals wieder einen wie Dich geben“, schrieb der Autor.

Romeros Rezept war es, Monster zu schaffen, die ihren Opfern ähnelten. „Die sind keine abgedrehten, fantastischen Monster. Sie sind unsere Nachbarn, unsere Verwandten, unsere Freunde. Daher sind sie furchterregender, schlimmer als große Science-Fiction-Monster mit Spezialeffekten“, sagte Romeros Freund Peter Grunwald zu Reuters. Romero, der im New Yorker Stadtteil Bronx aufgewachsen war, habe Generationen von Filmemachern geprägt, etwa Quentin Tarantino, sagte Grunwald.

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