Grüne für Sprachquoten in Kindergärten und Volksschulen

Die Grünen fordern eine Regelung für Sprachquoten in Kindergärten. „Kinder mit Deutschdefiziten sollten nicht zusammengefasst werden“, sagte heute der grüne Bildungssprecher Harald Walser. Als ideal würde er einen Anteil von maximal einem Viertel bis einem Drittel von Kindern mit Sprachdefiziten in einer Gruppe ansehen. Auch in der Volksschule wäre es für Walser „angemessen, über Quoten nachzudenken“.

Angesichts der Entwicklung etwa an katholischen Volksschulen, wo es eine Konzentration von ausschließlich Kindern mit deutscher Muttersprache gebe, „wäre es auch dort angemessen, über Quoten nachzudenken“, sagte Walser. Er ist aber dagegen, dass Kindergarten- bzw. Schulkinder deswegen pendeln müssen, sie sollten wohnortnahe eine Einrichtung besuchen können.

Kritik an Karmasin

Nach dem Beschluss der Bildungsreform hält Walser eine Initiative im Bereich Elementarpädagogik für dringend notwendig, die Situation bei den Kindergärten sei derzeit „dramatisch“.

Der für Kindergärten zuständigen Familienministerin Sophie Karmasin sei es nicht gelungen, den im Regierungsübereinkommen 2013 vereinbarten bundesweiten Qualitätsrahmen für Elementarpädagogik vorzulegen. Darin sieht Walser ein Instrument, mit dem der Bund fixieren kann, nach welchen Kriterien Geld vergeben wird. „Finanzielle Förderung sollte es nur für jene Betreiber geben, die den Qualitätsrahmen erfüllen“, sagte Walser und nannte als Beispiele für Kriterien etwa Öffnungszeiten und Zahl der Schließtage.