Feuer wüten weiter in Italiens Urlaubsregionen

Mehrere Urlaubsregionen Italiens sind weiter von zahlreichen Wald- und Buschbränden betroffen. Heute rückte die Feuerwehr landesweit wieder zu mehr als 240 Einsätzen aus, wie sie auf Twitter mitteilte. Bilder von Stränden, über die Rauchwolken hinwegzogen, gab es auch am Wochenende: In Capalbio in der Toskana brach ein Feuer an der Küste aus.

In Italien verbrannt in vier Wochen fast so viel Waldfläche wie im gesamten letzten Jahr.

Einen „glühenden Sonntag“ erlebte laut Feuerwehr auch ein Ortsteil des weiter nördlich gelegenen Grosseto: Die Flammen hätten drei Gebäude beschädigt und 16 Autos zerstört, insgesamt wüteten die Brände auf einer Fläche von zwei Hektar.

Zugsverkehr unterbrochen

Kritisch sei die Lage nicht nur an der toskanischen Küste, sondern auch an der Küste Salernos südlich von Neapel, am Vesuv und um Civitavecchia in der Nähe von Rom gewesen, teilte die Feuerwehr mit. Römer oder Touristen, die aus der Hauptstadt mit dem Zug zur Abkühlung ans Meer gefahren waren, steckten bis nach Mitternacht in Küstenorten wie Ladispoli und Santa Marinella fest. Wegen der Feuer musste der Zugsverkehr auf einigen Strecken unterbrochen werden.

Brände in Italien

APA/AP/Roberta Filippini

Seit Mitte Juni verbrannten nach Angaben des Umweltschutzverbandes Legambiente mehr als 26.000 Hektar. Betroffen von den Bränden sind auch Sizilien und die südliche Region Kalabrien. Umweltschützer werfen der Regierung in Rom und den einzelnen Regionen vor, zu wenig zu tun, um Bränden vorzubeugen.