Roms „grüne Lunge“ in Flammen

Bei anhaltender Sommerhitze toben mehrere Waldbrände in Italien weiter. Gestern stand der Pinienwald bei Castelfusano in Flammen, der als „grüne Lunge“ Roms gilt. Einige Familien mussten ihre Häuser verlassen. Über der Gegend hingen dichte Rauchwolken. Ein Teil der Verkehrsachse Cristoforo Colombo, die Rom mit dem Meer verbindet, musste wegen des Rauchs gesperrt werden.

Brände auch in anderen Landesteilen

Brände wüteten auch auf dem Hügel Posillipo in Neapel, auf dem sich eines der elegantesten Viertel der Vesuv-Stadt befindet. Die Feuerfront war 500 Meter lang, berichteten italienische Medien.

Feuerwehrmann

APA/AP/ANSA/Massimo Percossi

In Acropoli nahe der kampanischen Stadt Salerno mussten Dutzende Familien ihre Wohnungen verlassen, da sich die Flammen den Häusern stark genähert hatten. In Capaccio Paestum mussten einige Ferienanlagen geräumt werden. In Salerno wurde ein 24-Jähriger wegen Brandstiftung festgenommen.

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In Italien verbrannte in vier Wochen fast so viel Waldfläche wie im gesamten letzten Jahr.

Feuerwehrmannschaften waren auch in der Toskana im Dauereinsatz. Ein 55-jähriger Feuerwehrmann, der in der Provinz Pistoia die Flammen bekämpfte, musste ins Spital eingeliefert werden. Über 20 Stunden war er gegen die Flammen im Einsatz gewesen.