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Starke Welle an Rückreisenden

Reisende auf den heimischen Transitrouten müssen sich am Wochenende auf Verzögerungen einstellen - Grund ist der erwartete starke Reiseverkehr von und nach Deutschland. Urlaubsnachzügler und Urlaubsheimkehrer treffen auf den Straßen aufeinander.

Erstmals in diesem Sommer könnte allerdings der Rückreiseverkehr Richtung Deutschland den Reiseverkehr Richtung Süden übersteigen. Die vom Ö3-Verkehrsservice prognostizierten Schwerpunkte für Staus und zähen Verkehr liegen in Tirol, Kärnten, Salzburg und in der Steiermark. Das stärkste Verkehrsaufkommen wird für Samstag erwartet.

Höhepunkt am Samstagvormittag

Schon in der Früh kann es zu ersten Staus kommen. Den Höhepunkt der Reisewelle erwartet die Ö3-Verkehrsredaktion im Laufe des Vormittags. Erst im Laufe des Nachmittags soll der Verkehr Richtung Urlaubsgebiete spürbar nachlassen - der Rückreiseverkehr in Richtung Deutschland kann dicht bleiben. Die zweite, etwas schwächere Reisewelle rollt laut Verkehrsexperten am Sonntag um die Mittagszeit Richtung Süden und Osten.

Stau auf dem Walserberg

APA/Franz Neumayr

Urlauber von und nach Deutschland werden für ein hohes Verkehrsaufkommen sorgen

In Salzburg wird die Tauernautobahn (A10) am stärksten betroffen sein, hier wird es sich vor allem zwischen Flachau und der Mautstelle St. Michael Richtung Villach stauen. Kurz nach dem Autobahngrenzübergang Salzburg-Walserberg Richtung München wird von der deutschen Bundespolizei kontrolliert. Hier reicht der Stau immer wieder bis zur A10 zurück.

Nadelöhr Karawankentunnel

In Kärnten ist auf der A10 Richtung Süden der Abschnitt zwischen Gmünd und Villach immer wieder überlastet - laut dem Ö3-Verkehrsteam wird es dort auch an diesem Wochenende eng. Das Nadelöhr Nummer eins ist aber der einspurige Karawankentunnel auf der Karawankenautobahn (A11). Staus bis zu 15 Kilometer sind keine Seltenheit, die Wartezeiten können bis zu zwei Stunden betragen. Ausweichen kann man über die Südautobahn (A2) und Arnoldstein. Pkws können auch über den Loiblpass oder den Wurzenpass fahren.

Staus drohen in Oberösterreich und der Steiermark auf der Pyhrnautobahn (A9) vor dem Tunnel Ottsdorf bei Inzersdorf, den Baustellenbereichen bei Selzthal und Treglwang und vor dem einspurigen Gleinalmtunnel. Nur Richtung Norden sind im Gleinalmtunnel derzeit zwei Fahrstreifen befahrbar. In Tirol die Brennerautobahn vor den Mautstellen Schönberg und Sterzing in Südtirol und die Fernpass-Strecke (B179) vom Grenztunnel Füssen bis Nassereith.

Immerhin einen kleinen Trost für zumindest große Teile der Betroffenen auf Österreichs Staustraßen gibt es: Insbesondere im Westen, aber großteils auch im Osten soll das kühle Wetter anhalten - somit wird das zähe Warten auf den Straßen zumindest nicht zur Hitzeschlacht.

Ferragosto sorgt rund um Adria-Orte für Stau

Ein verkehrsreiches Wochenende steht auch in Italien bevor: Da am Dienstag, dem 15. August, der Ferragosto - einer der wichtigsten italienischen Feiertage - gefeiert wird, werden Tausende Italiener Richtung Meer unterwegs sein. Staus auf allen Straßen im Nahbereich der bekannten Adria-Orte wie Grado, Lignano, Bibione, Caorle und Jesolo, werden laut dem Automobilclub ÖAMTC unvermeidbar sein.

In Bayern wird es laut Verkehrsexperten dichten Urlauberverkehr und Staus über das große „Deutsche Eck“, also auf den Autobahnen A8, Salzburg – München, und A93, Kufstein – Rosenheim, geben. Kilometerlange Staus drohen außerdem in Slowenien auf der Autobahn A4 von Maribor Richtung Zagreb ab dem Autobahnende bei Ptuj bis zur kroatischen Grenze, ebenso auch auf dem Weg nach Istrien von Koper bis zur Grenze bei Dragonja und auf der Route über Portoroz bis zur kroatischen Grenze.

Zwei Großevents in der Steiermark

Neben dem Reiseverkehr gibt es noch weitere Gründe für erhöhtes Verkehrsaufkommen am Wochenende. Auf dem Red Bull Ring in der Obersteiermark werden über 200.000 Zuschauer zum MotoGP erwartet - mehr dazu in steiermark.ORF.at. Besonders betroffen sein werden laut ÖAMTC die Murtal-Schnellstraße (S36), die Gaberl Straße (B77), die Murtal Straße (B96) vor der Baustelle bei Frojach sowie die direkten Zufahrten zu den Parkplätzen.

Bei der Anreise zum Lake Festival am Schwarzlsee südlich von Graz prognostizieren ÖAMTC und ARBÖ für Samstag das größte Verkehrsaufkommen. Mit teils erheblichem Zeitverlust muss insbesondere vor dem Baustellenbereich auf der A2 vor Graz-Ost gerechnet werden. In weiterer Folge wird es bis zur Abfahrt auf die A9 und auf dieser bis Schachenwald teilweise nur im Schritttempo vorangehen.

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