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Lugars wechselhafte Laufbahn

Robert Lugar, bis vor wenigen Tagen Team-Stronach-Klubchef, wechselt wieder die Partei. Es ist eine Rückkehr zu den Freiheitlichen, kam er doch ursprünglich über die FPÖ in die Politik. Der Einzug ins Hohe Haus erfolgte 2008 über das BZÖ und nun will Lugar weiterhin die Abgeordnetenbank drücken: Er kandidiert bei der Nationalratswahl auf dem achten Listenplatz der FPÖ.

Als einer der ersten Fans von Milliardär und Parteigründer Frank Stronach sorgte der Nationalratsmandatar Lugar 2013 mit seiner Unterschrift dafür, dass sich das Team Stronach das Unterschriftensammeln für das Antreten bei der Nationalratswahl erspart. Er selbst war 2011 aus dem BZÖ ausgeschieden und wirkte fortan als „wilder“ Abgeordneter. „Das Team Stronach ist für mich ein Geschenk des Himmels“, so Lugar damals.

Arbeit im Hypo-U-Ausschuss

Die Geschichte der jungen, zunächst finanzstarken Partei war wechselvoll. Ähnlich wie das Team Stronach sein Personal aus dem BZÖ rekrutiert hatte, erging es der Partei später selbst. Kathrin Nachbaur und Marcus Franz etwa waren prominente Abgänge in Richtung ÖVP - diese trennte sich später allerdings wieder von Franz. Lugar blieb, jedenfalls bis zur jüngsten Auflösung der Parlamentsfraktion.

Robert Lugar

APA/Georg Hochmuth

Robert Lugar 2012 im Team Stronach - im selben Jahr versucht er schon einmal, zur FPÖ zurückzukehren

Im Parlament war Lugar etwa im Hypo-Untersuchungsausschuss tätig. Einen Ordnungsruf im Nationalrat handelte sich der Abgeordnete im März dieses Jahres ein, nachdem er Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) als „organisierten Schlepper“ bezeichnet hatte - den Ordnungsruf erteilte sein nunmehriger Parteikollege Norbert Hofer.

„Im Herzen freiheitlich“

Parteigründer Frank Stronach stellte seine politischen Ambitionen ein und drehte den Geldhahn zu. Auch der Name des Austro-Kanadiers darf von der Partei nicht mehr verwendet werden. Im Frühsommer hieß es noch, man sei auf der Suche nach einem Spitzenkandidaten, wenig später wurde das Antreten gänzlich abgesagt. Diese Woche gipfelten die Auflösungstendenzen schließlich im Verlust des Klubstatus im Parlament.

Nach dem Austritt Lugars bestätigten sich die Gerüchte, der gebürtige Tiroler wechsle zur FPÖ. Zwar habe er in den letzten Jahren im Team Stronach gewirkt, sei aber auch dort für freiheitliche Werte eingestanden. „Ich kann keine andere Politik machen, denn ich bin im Herzen freiheitlich“, so Lugar.

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