Trump will Chinas Handelspraktiken untersuchen lassen

US-Präsident Donald Trump will nach Medienberichten offiziell eine Untersuchung von Chinas Handelspraktiken einleiten. Er werde das voraussichtlich am Montag in Washington bekanntgeben und habe seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping in einem Telefonat gestern Abend (Ortszeit) vorab darüber informiert, berichtete unter anderem der TV-Sender CNN unter Berufung auf einen hohen Regierungsbeamten.

Trump hatte bereits im Wahlkampf wiederholt angekündigt, dass er im Fall eines Wahlsiegs gegen Chinas „unfaire“ Handelspraktiken vorgehen werde. Den Medienberichten zufolge soll es bei der Untersuchung vor allem um den Peking zur Last gelegten massiven Diebstahl geistigen Eigentums gehen.

Wie es weiter hieß, wollte Trump seinen Handelsbeauftragten Robert Lightizer eigentlich bereits vor rund einer Woche anweisen, mit einer Untersuchung zu beginnen. Dann habe er es aber angesichts des seinerzeit anstehenden Votums im UNO-Sicherheitsrat über verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketenprogramms verschoben, um Peking nicht zu verärgern. China, ein Verbündeter und Handelspartner Nordkoreas, stimmte für die Strafmaßnahmen und ermöglichte damit ein 15:0-Votum im Sicherheitsrat.