Bundespensionskasse gründete Fonds

Die Bundespensionskasse (BPK), die im Eigentum der Republik Österreich steht und für die Zusatzpensionen der Bundesbediensteten zuständig ist, hat in Luxemburg einen Investmentfonds namens Wohnen Plus Fonds gegründet.

Die BPK ist Eigentümer und einziger Investor des Fonds, bestätigte Prokurist Alexander Hornich im ORF-Radio. Als erste Tätigkeit hat der Fonds einen Syndikatsvertrag mit dem privaten Immobilienentwickler Wienwert AG geschlossen. Demnach ist Wienwert gebunden, künftige Geschäfte jeweils 50:50-finanziert mit dem Fonds zu machen. Der Wohnen Plus Fonds ist aber nicht an Wienwert gebunden.

BPK: Keine Pensionsgelder in Wienwert

Die BPK hatte am Freitag festgehalten, dass sie keine Pensionsgelder in die Wienwert AG oder WW Holding AG eingebracht hat und das auch nicht vorhat. Man besitze auch keine Beteiligungen oder Anleihen der Wienwert AG oder der WW Holding. Auch sonst gebe es keine Finanzierung der Wienwert AG oder der WW Holding.

Jedes einzelne Investment werde durch externe Fondsmanager geprüft. Entsprechende „vertragliche Vereinbarungen“ stellten sicher, so die BPK, „dass der wirtschaftliche Erfolg unabhängig von der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung der anderen an der Immobilie beteiligten Unternehmen sichergestellt ist.“

Von „Fonds professionell online“ wurde dies so interpretiert, dass die Pensionskasse gegen eine Wienwert-Pleite abgesichert wäre: Demnach könnten hinter so einer Formulierung etwa Vorkaufsrechte stehen, heißt es auf der Plattform. In der „Wiener Zeitung“ wurde gestern über einen bevorstehenden Immo-Zukauf durch Wienwert spekuliert: Sie soll den Zuschlag für die ehemalige Niederlassung des deutschen Technologiekonzerns Siemens in Floridsdorf erhalten haben.