Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner plant Comeback

Die frühere argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner zieht es zurück in die Politik. Bei den Vorwahlen zur Parlamentswahl trat die ehemalige Staatschefin (2007 - 2015) gestern mit ihrer neuen Partei Unidad Ciudadana (Bürgerliche Einheit) an, im Oktober will sie sich dann zur Senatorin der Provinz Buenos Aires wählen lassen.

Die Vorwahlen dienen zur Lichtung des Parteienspektrums. Nur Parteien und Wahlbündnisse, die mindestens 1,5 Prozent der Stimmen erhalten, dürfen an der Wahl am 22. Oktober teilnehmen. Dann werden die Hälfte der Abgeordneten und ein Drittel der Senatoren neu gewählt. Umfragen zufolge dürfte Kirchner ein Mandat erringen.

Die Halbzeitwahlen im Parlament gelten auch als Stimmungstest für die Mitte-rechts-Regierung von Präsident Mauricio Macri, dessen Amtszeit im Jahr 2019 endet. Derzeit verfügt seine Koalition über keine eigene Mehrheit im Kongress. Daran dürfte sich Umfragen zufolge auch bei der Wahl im Oktober nichts ändern.