US-Senator stellt Trumps Regierungsfähigkeit infrage

US-Präsident Donald Trump stößt mit seinen Äußerungen zur Gewalt in Virginia auf zunehmende Kritik in den eigenen Reihen. Der republikanische Senator Bob Corker stellte gestern Trumps Regierungsfähigkeit infrage: „Der Präsident war bisher nicht in der Lage, das Vermögen oder die Kompetenz zu demonstrieren, die er benötigt, um erfolgreich zu sein.“

Der US-Präsident müsse deswegen grundlegende Veränderungen vornehmen, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat. Corker galt als Kandidat für den Posten des Außenministers. Zuvor hatten unter anderen die republikanischen Senatoren Jeff Flake und Lindsey Graham Trump für seine Haltung scharf gerügt. Trump griff diese daraufhin per Twitter-Nachrichten an.

Murdoch geht auf Distanz

Auch in der Wirtschaft wächst die Kritik an Trump, der die Verantwortung der weißen Rassisten an den Ausschreitungen relativiert hatte. So ging auch James Murdoch, der Chairman des Fox-Konzerns Twenty-First Century Fox, auf Distanz. In einer E-Mail an Freunde schrieb der Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch laut der „New York Times“, Trumps Äußerungen sollten „uns alle als Amerikaner und freie Menschen“ sorgen.

Zugleich gab er bekannt, an die US-Organisation ADL eine Million Dollar zu spenden, die sich für eine gerechtere Gesellschaft einsetzt. Der konservative Fernsehsender Fox gilt als Lieblingsmedium des US-Präsidenten und ist diesem normalerweise sehr loyal gestimmt.