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Großeinsatz für Rettungskräfte

Ein Sturm hat in der Nacht auf Samstag im oberösterreichischen Innviertel ein Festzelt einstürzen lassen. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, bis zu 50 weitere wurden verletzt.

Zu dem Unglück kam es in der Ortschaft Frauschereck in der Gemeinde St. Johann am Walde im Bezirk Braunau am Inn. Mindestens 40 Personen seien mittelschwer und leicht verletzt worden, hieß es Samstagfrüh in einer ersten Bilanz der Einsatzkräfte. Zehn Besucher des Fests hätten schwere Verletzungen erlitten.

Eingestürztes Festzelt

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Augenzeugen sprachen von Bildern wie auf einem „Schlachtfeld“

Mindestens 700 Menschen im Zelt

Gegen 22.30 Uhr habe eine Sturmböe das Zelt erfasst, in dem gerade ein Feuerwehrfest stattfand, berichteten Augenzeugen. Zum Unglückszeitpunkt sollen sich mindestens 700 Personen darin aufgehalten haben. Die Windgeschwindigkeit betrug am Unglücksort 126 Kilometer pro Stunde.

Hotline für Angehörige

Die „Oberösterreichischen Nachrichten“ („OÖN“) berichteten von bis zu 1.000 Besuchern beim Frauscherecker Zeltfest. Durch den Sturm seien Aluminiumstreben gebrochen, und die Zeltkonstruktion sei in sich zusammengestürzt - mehr dazu in ooe.ORF.at.

Feuerwehr am Unfallort

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Die Zeltkonstruktion stürzte komplett in sich zusammen

Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um einen 28-jährigen Mann und eine 19-jährige Frau. Die Verletzten wurden von den Einsatzkräften auf unterschiedliche Krankenhäuser aufgeteilt. Die Rettung war mit rund 150 Mitarbeitern im Einsatz, hieß es. Den Weg der Einsatzkräfte blockierten umgestürzte Bäume.

Der Sturm führte in Oberösterreich auch zu großflächigen Unterbrechungen in der Energieversorgung. Laut Energie AG waren am Freitag zwischendurch 150.000 Haushalte ohne Strom - mehr dazu in ooe.ORF.at.

Stromausfälle auch in Salzburg

Schäden richtete der Sturm in den Nacht auch in anderen Teilen Österreichs an. In Salzburg etwa wurden die Einsatzkräfte mehrfach alarmiert, nachdem Bäume umgestürzt und Stromleitungen gekappt worden waren. Allein in der Stadt Salzburg waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Es kam zu mehreren Stromausfällen, Personen wurden durch umherfliegende Gegenstände verletzt - mehr dazu in salzburg.ORF.at.

Auch in Vorarlberg war die Nacht für die Feuerwehren mitunter lang. Heftiger Regen und Sturm führten auch dort zu über 30 Alarmierungen, in Bregenz musste die „Carmen“-Aufführung von der Seebühne ins Festspielhaus verlegt werden - mehr dazu in vorarlberg.ORF.at.

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