Gletscherabbruch in der Schweiz geht glimpflich aus

Auf dem Triftgletscher in der Schweiz ist in der Nacht auf heute ein Stück der Gletscherzunge abgebrochen. Die befürchtete Eislawine blieb nach Polizeiangaben aber aus. Es seien weder Menschen zu Schaden gekommen noch Gebäude beschädigt worden, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei.

Die Gemeinde Saas-Grund hatte als Vorsichtsmaßnahme mehr als 200 Menschen in Sicherheit gebracht. Geologen hatten an der Zunge des Triftgletschers in den vergangenen Wochen stärkere Bewegungen gemessen, zuletzt bis zu 130 Zentimeter pro Tag. Der Abbruch zeichnete sich deshalb ab. Der Gletscher mit einem Ausgangspunkt auf über 3.300 Metern Höhe ist seit 1986 kontinuierlich zurückgegangen, insgesamt mehr als zwei Kilometer bis 2015, wie die Statistik zeigt.