Arbeitslosigkeit in OECD-Ländern stabilisiert sich weiter

In den 35 Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich die Arbeitslosigkeit im Juli weiter stabilisiert. Die Rate blieb gegenüber dem Vormonat zum dritten Mal in Folge unverändert bei durchschnittlich 5,8 Prozent. 2016 war sie gegenüber 2015 von 6,8 auf 6,3 Prozent gesunken. 36,2 Millionen Menschen waren ohne Job, davon 18,9 Millionen in der EU und 244.000 in Österreich.

In der Europäischen Union lag die Arbeitslosenrate mit durchschnittlich 7,7 Prozent deutlich über dem Wert der OECD-Länder, in der Euro-Zone mit 9,1 Prozent sogar noch darüber. Österreich rangierte mit einem Wert von 5,4 Prozent im besseren Drittel der 35 Industrienationen der OECD.

Innerhalb der EU besser waren im Juli lediglich Tschechien mit einer Arbeitslosenrate von 2,9 Prozent, Deutschland (3,7 Prozent) sowie die Niederlande und Polen (jeweils 4,8 Prozent).

Jugendarbeitslosigkeit bleibt hoch

Besonders hoch ist nach wie vor die Jugendarbeitslosigkeit. EU-weit lag die Rate durchschnittlich bei 16,9 Prozent. Noch schlechter schnitten die Länder der Euro-Zone mit 19,1 Prozent ab. In allen OECD-Ländern betrug die durchschnittliche Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren 11,9 Prozent.

Besonders alarmierend ist die Situation in Griechenland - zuletzt gab es im Mai OECD-Daten zur dortigen Jugendarbeitslosigkeit, damals fanden 44,4 Prozent der Jugendlichen keine Arbeit. Extrem hoch waren allerdings auch die Juli-Werte von Spanien (38,6 Prozent), Italien (35,5 Prozent), Portugal (23,8 Prozent), Frankreich (23,4 Prozent) und Finnland (20,5 Prozent). In Österreich hatten im Juli 9,7 Prozent der 15- bis 24-Jährigen keinen Arbeitsplatz.