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„Keine Einmischung in Ermittlungen“

In der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump hat ihn das FBI in einem wesentlichen Punkt entlastet. Der neue Chef der Bundespolizei, Christopher Wray, sagte vergangene Woche bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Bestätigung im Amt, es gebe keinerlei Hinweise auf Eingriffe der US-Regierung in die laufenden Ermittlungen.

Er habe „nicht einen Hauch von Einmischung“ festgestellt. Wray ist der Nachfolger von James Comey, den Trump im Mai entlassen hatte. Der Präsident hat sich damit dem Vorwurf der Vertuschung ausgesetzt. Führende Demokraten äußerten den Verdacht, Trump seien die FBI-Ermittlungen unter Comey zu mutmaßlichen Verstrickungen mit Russland während des Wahlkampfs zu heiß geworden.

„Volles Vertrauen in Mueller“

Der neue Chef der Bundespolizei sagte auch, er habe volles Vertrauen in den vom Justizministerium eingesetzten Sonderermittler Robert Mueller. Neben mehreren Kongressausschüssen untersucht auch Mueller, ob Trumps Wahlkampfteam mit russischen Stellen zusammengearbeitet hat. Trump hat die Vorwürfe zurückgewiesen und die Ermittlungen als „Hexenjagd“ bezeichnet. Anlass der Untersuchungen ist der Verdacht, dass Russland Einfluss auf die Präsidentenwahl 2016 genommen hat. Russland weist die Anschuldigungen zurück.

Trumps Sohn wollte russische Infos über Clinton

Der älteste Sohn von Trump wurde unterdessen wegen der Russland-Affäre von einem Senatsausschuss befragt. In einer vorbereiteten Stellungnahme für die Sitzung, die der „New York Times“ vorlag, ging Donald Trump Jr. ausführlich auf ein umstrittenes Treffen mit einer russischen Anwältin ein. Er habe diesem zugestimmt, weil er interessiert gewesen sei, welche Informationen die Anwältin über Hillary Clinton habe, die Konkurrentin seines Vaters.

„Treffen war ergebnislos“

Trump Jr. hatte dem Gespräch im Juni 2016 zugestimmt, nachdem ihm belastendes Material über Clinton versprochen worden war. In einer E-Mail an ihn war von einem Versuch der russischen Regierung die Rede, dem älteren Trump zu helfen. Das gilt als bisher deutlichstes Indiz, dass Mitglieder aus Trumps Wahlkampflager bereit gewesen sein könnten, mit Russland zusammenzuarbeiten.

In der Stellungnahme erklärte Trump Jr., er habe sich anhören wollen, welche Informationen die Anwältin über die „Eignung, den Charakter oder die Qualifikation“ der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin habe. Der Präsidentensohn betonte laut „New York Times“ erneut, dass das Treffen letztlich ergebnislos verlaufen sei. Er wies zudem die Darstellung zurück, er habe mit der russischen Regierung konspiriert, um die Wahl zu beeinflussen.

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