Herbstlohnrunde im Zeichen guter Konjunkturdaten

Kommende Woche läuten die 186.000 Metaller traditionell die Herbstlohnrunde ein, die dieses Jahr im Zeichen guter Konjunkturdaten steht - und einer Neuerung: Erstmals wird nicht mehr bis in die frühen Morgenstunden verhandelt, sondern um 22.00 Uhr ist Schluss, und es wird nötigenfalls vertagt. Im Vorjahr war für den ersten Abschluss ein 16-stündiger Schlussmarathon notwendig.

Wie schon in den vergangenen Jahren werden die Metaller in fünf verschiedenen Fachverbänden verhandeln, gestartet wird mit dem größten Verband, der Metalltechnischen Industrie mit knapp 130.000 Beschäftigten.

Die Arbeitgeber, angeführt von Fachverbandsobmann Christian Knill, wollten sich heute bei der Präsentation der aktuellen Geschäftsentwicklung nicht zu sehr in ihre Verhandlungstaktik schauen lassen, wiederholten aber ihre Forderung der vergangenen Jahren, dass die Sozialpartnerschaft neu angedacht werden müsse.

„Gib du mir was, dann bekommst du was, ist überholt“, so Knill, der in den Kollektivvertragsverhandlungen mehr sieht als nur das Feilschen um eine prozentuelle KV-Erhöhung. Einmal mehr forderte er, dass Arbeitszeitregeln auf Betriebsebene geklärt werden. Außerdem wünscht sich Knill eine bessere Planbarkeit, sprich KV-Abschlüsse, die über die übliche Dauer von einem Jahr hinausgehen.

Ob es heuer wieder eine Freizeitoption - sprich einen Verzicht auf die KV-Erhöhung und dadurch mehr Freizeit - geben wird, wie das bei der Metalltechnischen Industrie vor zwei Jahren der Fall war (und voriges Jahr nicht), ließ er offen.