Kunstschätze im Millionenwert in Italien aufgespürt

Die Polizei in Italien hat gestohlene religiöse Kunstschätze im Wert von sieben Millionen Euro sichergestellt. Unter den Objekten befinden sich ein fast 500 Jahre altes Altarbild der Flämischen Schule und eine marmorne Madonnastatue mit Kind aus dem 16. Jahrhundert, wie die auf Kunsterbe spezialisierte Einheit der Carabinieri heute in Rom mitteilte.

Auf Märkten und in Privathäusern

Der Fund umfasst den Angaben zufolge Dutzende Artefakte, die zum Teil auf Märkten und in Privathäusern entdeckt wurden. Gegen 20 Mitglieder einer kriminellen Gruppe mit Sitz in Neapel werde ermittelt, sagte Fabrizio Parrulli, Leiter der Einheit. Das flämische Altarbild aus dem Jahr 1520 war den Angaben zufolge bereits 1990 aus einem religiösen Institut im belgischen Mons gestohlen worden.

Die meisten sichergestellten Kunstobjekte stammten aus Zentral- und Süditalien, sagte Parrulli weiter. Die Objekte sind derzeit in der Hauptzentrale der Carabinieri in Rom ausgestellt und sollen anschließend an ihre Ursprungsorte zurückgebracht werden. Die Madonna-Statue etwa stammt aus einer Kirche in Neapel.