Myanmar: Suu Kyi plant „Versöhnungs-Rede“

Myanmars faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi wird sich nach Angaben eines Regierungssprechers kommende Woche in einer Rede an die Nation zu der anhaltenden Gewaltkrise in ihrem Land äußern. Sie werde sich am Dienstag im Fernsehen für „nationale Versöhnung und Frieden“ aussprechen, sagte heute ihr Sprecher Zaw Htay.

Zuvor hatte Suu Kyi eine für Mitte September geplante Reise zur Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York abgesagt. Die Friedensnobelpreisträgerin steht international in der Kritik, weil sie zum Vorgehen der Armee gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in ihrem Land schweigt.

Der seit Jahren schwelende Konflikt zwischen Rohingya-Rebellen und Regierungsarmee im Teilstaat Rakhine war Ende August eskaliert. Bei den Kämpfen wurden seitdem hunderte Menschen getötet. Nach jüngsten UNO-Angaben flohen bereits geschätzt knapp 380.000 Rohingya ins Nachbarland Bangladesch.