AfD-Kandidatin soll Asylwerberin schwarz beschäftigt haben

Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel soll einem „Zeit“-Bericht zufolge eine syrische Asylwerberin an ihrem Schweizer Wohnsitz in Biel schwarz beschäftigt haben. Die AfD wies den Vorwurf zurück: „Abgesehen davon, dass die Asylwerberin kein Geld bekommen hat, ist eine Barbezahlung einer Haushaltshilfe nach Schweizer Recht legal“, erklärte Parteisprecher Christian Lüth gestern.

Die „Zeit“ blieb auf Nachfrage bei ihrer Darstellung. Wie die Wochenzeitung aus dem privaten Umfeld von Weidel erfuhr, soll bei der AfD-Politikerin im Jahr 2015 zunächst eine Studentin der Islamwissenschaften als Haushaltshilfe gearbeitet haben. Die Studentin habe den Job an die Frau aus Syrien weitergegeben.

Kein Vertrag

Das Gehalt von 25 Franken pro Stunde habe Weidel den Frauen bar auf die Hand gezahlt, schreibt die Wochenzeitung weiter. Es habe weder einen Vertrag gegeben, noch seien die Frauen um Rechnungsstellung gebeten worden. „Alice Weidel hat zu keinem Zeitpunkt eine Asylwerberin angestellt, für sich arbeiten lassen oder an diese eine Vergütung gezahlt“, erklärte Lüth.

Weidels Anwalt sagte der Wochenzeitung, dass die AfD-Politikerin einen „freundschaftlichen Kontakt“ zu einer syrischen Asylwerberin pflege. Die Frau sei „als Freundin unserer Mandantin auch im Hause unserer Mandantin zu Gast“ gewesen. Die Darstellung, dass die Syrerin als Angestellte gearbeitet oder Lohn bekommen habe, wies der Anwalt zurück.