Lauda bietet mit Thomas Cook für Air-Berlin-Teile

Für die insolvente Air Berlin und deren Österreich-Tochter Niki wird es nun ernst - morgen endet die Bieterfrist. Auch Niki Lauda will dann für die von ihm gegründete Fluglinie Niki ein Angebot auf den Tisch legen. „Ich werde gemeinsam mit Thomas Cook und Condor anbieten“, sagte Lauda zum „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe). Er selbst werde mit 51 Prozent die Mehrheit an dem Konsortium halten.

Gemeinsam mit dem britischen Reiseveranstalter Thomas Cook und dessen Tochter, der Ferienfluggesellschaft Condor, sollen neben der - nicht insolventen - Fluglinie Niki auch 17 Air-Berlin-Maschinen übernommen werden. Condor war schon länger als potenzieller Käufer im Gespräch. Geplant sei, ausschließlich touristische Ziele auf der Kurz- und Mittelstrecke anzufliegen.

Hoher Investitionsbedarf

Thomas Cook soll laut dem Bericht für eine gute Auslastung der Flugzeuge sorgen, Condor werde zumindest zu Beginn für die Abwicklung des Flugbetriebs benötigt. „Branchenkenner kalkulieren mit einem Investitionsbedarf von in Summe rund 200 Millionen Euro“, schreibt der „Kurier“. Am Kaufpreis werde noch gerechnet, er müsse großteils eigenfinanziert werden.

Die zahlreichen Krankmeldungen der Piloten seien „reines Gift für Air Berlin“, sagte Lauda. Dadurch musste der insolvente Konzern seit Dienstag über hundert Flüge streichen. „Warum die Piloten einen Konkurs beschleunigen, bevor Air Berlin verkauft ist“, verstehe er nicht.