Trump untersagt Übernahme wegen Beteiligung aus China

US-Präsident Donald Trump verbietet die geplante Übernahme des Halbleiterherstellers Lattice Semiconductor durch eine US-Beteiligungsgesellschaft mit Verbindungen nach China. Die Regierung befürchtet den „Verlust geistigen Eigentums“ an die Volksrepublik.

US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte gestern (Ortszeit), dass die milliardenschwere Transaktion ein Risiko für die nationale Sicherheit der USA darstelle. Die Bedenken könnten nicht ausgeräumt werden. Der Präsident habe auf Empfehlung der US-Behörde für Auslandsinvestitionen (CFIUS) gehandelt.

Von chinesischer Regierung mitfinanziert

Der geplante Kauf des US-Chipherstellers durch die amerikanische Beteiligungsgesellschaft wäre nach Recherchen von Reuters indirekt von der chinesischen Regierung mitfinanziert worden. Der Käufer Canyon Bridge Capital Partners steht außerdem über mehrere Ecken in Verbindung mit dem Weltraumprogramm der Volksrepublik.

Lattice Semiconductor sollte für 1,3 Mrd. Dollar von Canyon Bridge geschluckt werden. Das Unternehmen produziert spezielle Halbleiter, die Abnehmer für ihre Zwecke selbst programmieren können. Lattice liefert nicht an die US-Armee, aber die beiden wichtigsten Konkurrenten Xilinx und Intel fertigen Chips, die in Militärtechnologie eingesetzt werden. Lattice Semiconductor und Canyon Bridge sagten ihre Fusionspläne direkt nach Trumps Verbot ab.