Hüsker-Dü-Schlagzeuger Grant Hart ist tot

Grant Hart, der Schlagzeuger und Ko-Songwriter der US-Punkband Hüsker Dü, ist tot. Laut „Variety“ erlag er 56-jährig einem Krebsleiden. Auf der Facebook-Seite von Hüsker Dü wurde unkommentiert ein Foto des Musikers gepostet.

Hart hatte gemeinsam mit Sänger und Gitarrist Bob Mould und Bassist Greg Norton die Band 1979 gegründet. Ohne selbst große kommerzielle Erfolge zu feiern, wurden Hüsker Dü stilistisch zu Wegbereitern von Alternative Rock und Grunge.

Einfluss auf Nirvana und Co.

Die Band kombinierte Hardcore-Punk mit melodischeren Elementen, für die härteren Parts zeichnete Mould verantwortlich, die melodiösen Teile steuerte Hart bei. Von 1982 bis 1987 veröffentlichte die Band mehrere Alben, die sowohl von Kritikern wie auch von Fans gefeiert wurden. Die Bedeutung von Hüsker Dü für die Musikgeschichte wurde allerdings erst später einer breiten Öffentlichkeit bewusst, als Bands wie Nirvana sie als maßgebliches Vorbild bezeichneten.

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Mit Nova Mob und solo weitergearbeitet

Zwischen Mould und Hart entwickelte sich eine zunehmende Rivalität in der Band - in Kombination mit Drogenproblemen wurden einander die beiden bald spinnefeind. 1988 löste sich die Band auf. 2004 sollten die beiden noch einmal bei einem Benefizkonzert kurz gemeinsam auf der Bühne stehen. „Die Hölle friert zu“, war auf Grants Website zu einem Foto davon zu lesen.

Mould gründete die Band Sugar, Hart die Formation Nova Mob, die sich nach wechselnder Besetzung 1997 auflöste. Grant nahm dann alleine noch Platten auf, seine Konzerttouren führten ihn in den vergangenen Jahren auch einige Male nach Wien. 2010 spielte er im Wiener Funkhaus bei FM4 eine Acoustic Session ein.

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Ex-Bandkollege Mould kondolierte

Mould kondolierte mittlerweile der Familie, den Freunden und Fans Harts – und streute seinem Exbandkollegen, einem „erscheckend talentierten Musiker“, Rosen. Dass das Verhältnis mitunter schwierig war, erklärte er damit, dass beiden ihr Werk ungemein wichtig war. „Die Band war unser Leben.“ Das Posting endet mit: „Godspeed, Grant. I miss you. Be with the angels.“